FÜR MÄNNER:


 

 

FÜR FRAUEN:)

Ursprung

man könnte einiges ändern

Vor drei Jahren sind die ersten Mustermann-Ideen in unseren Köpfen aufgetaucht. Erst in Form von Unbehagen und Unzufriedenheit über herrschende Zustände. Primär wird uns die Unmöglichkeit bewusst, in der Schweiz ein Produkt herzustellen: Bei einigermassen seriöser Kalkulation mit einem Brutto-Stundenlohn der den nationalen Gegebenheiten entspricht, wird schon das kleinste bisschen Arbeit zum wahren Luxusgut. Auf der Suche nach dem Warum wird schnell klar, dass importierte Artikel zu wirklich unglaublich billigen Preisen verkauft werden. Es fiel uns zuvor nicht weiter auf, weil wir es gewohnt waren und die Preise nur unter den verschiedenen bestehenden Anbietern verglichen, nicht aber in einem Zusammenhang mit der zu leistenden Arbeit wahrnahmen.

 

Milchbüechlirechnung:
1 Shirt= Stoff, Schnittmuster, zuschneiden, nähen = 3 Stunden Arbeit + Material = 300.–
1 Shirt billlig eingekauft= 5.–

Eben. Da scheint doch einiges aus dem Gleichgewicht geraten zu sein? 

 

Ungleichgewicht 

SCHADET IMMER ALLEN

Am einen Ende der Waage also die Schweizerproduzenten, die unmöglich konkurrieren können. Am anderen Ende müssen aber logischerweise Produzierende stehen, die zu wirklich schlechten Bedingungen arbeiten. Natürlich gibt es unterschiedliche Lohnniveaus und ist 1CHf nicht überall gleich viel Wert und kann man in Massenherstellung viel günstiger kalkulieren: dennoch bleibt der Faktor offensichtlich, dass bei sehr tiefen Preisen keine angemessenen Löhne bezahlt werden können. Also arbeiten Menschen zu Billigst-Löhnen für uns, in denselben Ländern, in die wir wahrscheinlich wiederum Entwicklungshilfe-Gelder senden. Nun könnte man annehmen, dass es einfacher, ehrlicher, würde- und wirkungsvoller wäre, einfach anständige Preise/Löhne zu bezahlen? Was spricht dagegen? Je weiter wir uns auf das Thema einlassen, desto unlogischer erscheint uns die ganze Situation. Wir beginnen den Konsum, respektive Menge, Qualität und Lebensdauer der Konsumartikel zu hinterfragen. Was genau treibt uns an, uns so zu verhalten? Muss Wirtschaft zwingend so funktionieren?? Wer profitiert davon? Langfristig? Wir?

 

Zurechtrücken

ich könnte einiges Ändern

Logischer Schluss: an diesem Punkt klinken wir uns ein und wollen etwas bewegen. Unseren Möglichkeiten als Kreative sind in der Erfindung keine Grenzen gesetzt. Ich bin ein Macher, denke schnell und geradeaus, bin euphorisch, fokussiert und lösungsorientiert. Meret's Studium in Stile und Design an der ZhdK beflügelt und beschneidet uns – wo nötig– gleichzeitig. Sie entwickelt sich zur tragenden, unterstützenden und sehr trendbewussten, kritischen und analytischen Person, mit sehr feinen Antennen, die perfekte Ergänzung.

 

andere Mütter haben auch schöne Töchter

potential around the world

Zur gleichen Zeit beginnen wir plötzlich überall über wunderschöne Stoffe zu stolpern. Aus Indien, Marokko, der Elfenbeinküste, Ghana, Peru, Griechenland und Rumänien fallen uns originelle, aussagestarke, individuelle und hochwertige Stoffe in die Hände. Was für ein Schatz. Und wie divergent in Ausstrahlung, Qualität und Haptik zur Meterware, die von der jeweiligen Ästhetik inspiriert auf Billig-Produkte gedruckt – und da 2014 gerade modern –  zuhauf verkauft wird. 

 

Gegenstück

encounter rosee

Diese Stoffe wollen wir verarbeiten, aber wie? Wir sprechen verschiedene Kontakte an, überlegen mit bestehenden Betrieben oder Institutionen zusammenzuarbeiten, treten in Kontakt mit NGO's und auch mit Schweizer-Näherinnen. Keine dieser Möglichkeiten entwickelt sich weiter oder lässt sich mit unseren Zielen vereinbaren. Und dann kam Rosee. Eine junge, sehr gut ausgebildete Frau mit Engagement und Potential, begeisterungsfähig und kompetent. Mit einem Studium in Management und Marketing. Rosee ist sofort von unserer Idee begeistert. Sie gewährt uns Einblick in die wirtschaftliche Lage, in der sich der moderne, Westafrikanische Staat Côte d'Ivoire befindet. Die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) weisst relativ hohe wirtschaftliche Entwicklung und soziale und politische Stabilität auf. Rückschlag war der Bürgerkrieg 2002, der 1,7 Millionen Menschen in die Flucht trieb, die offizielle Verwaltung zusammenbrechen ließ, die Produktion behinderte und die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellen ließ. Die Wirtschaft ist dabei, sich von den Wirren des  Bürgerkrieges und der nachfolgenden Unruhen zu erholen. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch und Landesweit fallen 43%  unter die Armutsgrenze. Auch Rosee hat trotz Studium wenig Zukunftsperspektive oder Möglichkeit, ihre Pläne umzusetzen. 

So beginnt unsere Zusammenarbeit und es ist entschieden: MUSTERMANN wird Ivoirer.  Rosee startet in Abidjan, klärt Preise und Möglichkeiten ab, knüpft Kontakte und nimmt sich dem Projekt an.

 

Fortsetzung folgt …

 

 

 

 


 

 

MUSTERMANN nimmt sich was raus!

• Wir wollen uns nicht in bestehende Handelsketten einfügen und uns an Gewinnmarchen und Umsatzvorgaben halten. Alternativ suchen wir mit Spezialisten neue Verteilschlüssel und Wege, wie wir das Unternehmen funktionell strukturieren können. Die Parameter was ein gesundes Unternehmen ist, werden geändert.

• Unser Geld wird nicht in den grossen Geldmarkt fliessen. Gewinn wird als nötige Reserve auf einer ethischen Bank deponiert, allfälliger Überschuss gezielt in unser Projekt oder untestützend in andere, verwandte Start Ups investiert. 

 

VERKAUF:

MUSTERMANN hält die Augen offen, wie wir den Verkauf veranstalten können. Neben Onlineshops sind Events und schon auch reale Shops angedacht, die aber ebenfalls neu konzeptioniert werden. Wie muss ein Laden sein? Wie und wo möchte ich einkaufen? Was kann man ändern, optimieren oder ganz weglassen? Wie wird eine Einkaufsmöglichkeit in der Zukunft aussehen?

NATÜRLICH ist uns Bewusst, dass der Modemarkt eine riesige Branche mit milliarden Umsätzen ist, wo 

sehr kluge und begabte Köpfe genau dasselbe planen.

Unser Vorteil ist vielleicht unsere Unabhängigkeit und unsere Unvoreingenommenheit. Wir haben keine Verpflichtungen und Altlasten, keine bestehenden Betriebe und fetsgefahrene Muster, sondern können frei und flexibel Neues in betracht ziehen und weiter denken. 

 

Raus aus der BOX.

Frei nach dem Motto: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst du ohne ihr:)

 

VORTEIL: Spyrit

 

Wir glauben daran, dass Beweggründe langatmig mitwirken. Unser Beweggrund ist nicht Geld zu verdienen. Ist nicht, unsere Entwürfe umgesetzt zu sehen, um unsaer Ego zu befriedigen. Ist nicht, berühmt und bewundert zu werden. Wir alle möchten NUR die Welt ein bisschen besser machen. Mit unseren Möglichkeiten.